ERLEBNISSE, DIE UNS
VERBINDEN.

PROJEKTE DER SFSH

Wir haben viel mit dir vor

Staune über spannende, bewegende und mit ganzer Inbrunst gelebter Projekte, die unser Schauspielerherz vor Leidenschaft zum Glühen bringen. Bist du nächstes Mal auch dabei? Wenn ja, freuen wir uns sehr, wenn du deine Erinnerung mit uns teilst – so wie es hier bereits viele vor dir getan haben.

ÜBERSICHT DER JAHRE

2024

"Wir sind im letzten Semester der Ausbildung angekommen und es wurde Zeit auf Ben Teske zu treffen. Drei Wochen standen uns bevor. Eingeleitet wurde der Workshop von Justus Beckmann. Er zeigte uns alle relevanten technischen Angelegenheiten: Kamera, Ton, Licht, Schnitt und Regieassistenz. Es hat zwei Tage gedauert bis wir alles einmal durchlaufen haben. Das war eine ganze Menge. Aber alles sollten wir kennenlernen, da wir uns in der Drehwoche gegenseitig unterstützen würden.

Die erste Woche des Workshops begann. Die Ideen wurden "gepitched". Es folgten die Einzeltermine und jede Szene wurde so überarbeitet, dass sie funktioniert. Das bedeutet: Szenen neu geschrieben, Figuren umbesetzt, Locations suchen, Kostüme festlegen, nochmal neu schreiben, für eine Version entscheiden usw.

Die zweite Woche war gekommen an den jeweiligen Tagen wurden 1-2 Szenen gedreht. Das war der größte Spaß und sehr lehrreich. Hatten wir doch alles selbst in der Hand.

Abgedreht! Jetzt geht die wahre Nervenarbeit, das Schneiden, los. Justus Davinci Resolve zeigte uns zwar das Programm und trotzdem hieß es vieles noch neu zu entdecken. Takes mussten gesichtet werden: "Was nehmen wir wann? Wie geht das mit Input und Output und Autosync. Man, das funktioniert alles nicht. Ist das jetzt ein Achsensprung? Die Sekunde muss weg. Den Moment möchte ich aber im Film haben. Ja, so gefällt mir das. Tonfehler korrigieren wir am Ende. Wie geht das mit dem Colorgrading? Das Bild ist schief, das sieht voll nach Titanic aus. Wie bekommen wir das gerade?"

Ben begleitete uns die ganze Zeit beim Schnitt und gab immer wieder Input wie die Szene funktionieren muss: Welche Reaktionen muss man sehen? Welche Kameraeinstellung ergibt Sinn? Und wie sieht es aus mit Musik? Habt ihr schon die Atmo drunter gelegt? Und vergesst den Abspann und die Outtakes nicht!

Es waren drei intensive Wochen voller Lektionen, Emotionen und Spaß.

Vielen Dank Ben, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst, deine wunderbare Kreativität und für deinen Humor, der alles so viel leichter macht. Es hat große Freude bereitet!"
Wiebke Bär, Schülerin 3. Ausbildungsjahr

2023

"Lasst es mich so sagen: Es war ein Prozess. Das Thema "Platz da, ich rette die Welt!" musste ich erst einmal auf mich wirken lassen. Hatte ich eine Frage für mich geklärt, tauchte die nächste auf, die darauf wartete beantwortet zu werden. Ich öffnete meine Seele. Also schrieb, hörte, fühlte, drehte, sprach und schnitt ich. Irgendwann war es dann soweit: Der Film war rund und ich war bereit diesen der Jury zu übergeben. Die erste Runde hatte ich gemeistert. Was ich mitgenommen habe: Auf mich zu hören und darauf zu vertrauen, dass das, was ich mache, richtig ist. Ab jetzt galt es eine Bühnenperformance zu entwickeln. Der Prozess ging von Vorne los: Ich probierte, ging mit Menschen ins Gespräch, las, schaute Filme und ließ mein Bauchgefühl entscheiden. Ich probierte weiter und der Tag des Finales rückte immer näher. Meine Performance umfasste 15 Minuten. Das heißt: Kürzen, kürzen, kürzen. Ideen sterben lassen, Prioritäten setzen, sicherer werden, spüren was funktioniert. Der Tag des Finales war gekommen. Mein Zwerchfell glich einem Erdbeben. Aber die Sicherheit zu wissen, dass ich nur auf mich hören und den Kontakt zum Publikum genießen will, führten schlussendlich dazu, dass da eine riesige Vorfreude war. Aber auch eine Anspannung erfüllte mich. Denn ehrlicherweise ging es an diesem Tag für mich um so vieles. Ich hatte was zu sagen! Nachdem alle Performances durch waren, hieß es warten, hieß es mit Menschen zu sprechen und doch mit dem Kopf ganz woanders zu sein. Dann kam der Moment: Mein Name wurde aufgerufen. Es erfüllte mich ein Unglaube an die Wirklichkeit dieses Moments und dann eine unermessliche Freude sowie Stolz für das, was ich in den letzten Monaten erarbeitet und zeigen durfte. Ich bin sehr dankbar für das Stipendium und für die Menschen, die mich unterstützt haben!"

Wiebke Bär, Schülerin 2. Ausbildungsjahr

"Primera Línea, Éclosion, In C⁴, Imitatio – vier Namen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, in deren Mittelpunkt aber ein wesentliches Thema steht: Körper und Raum. Im Rahmen unser Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater erarbeiteten vier Regiestudierende der Studiengänge „Regie Musiktheater“ und „Regie Schauspiel“ mit uns über einen Zeitraum von neun Tagen diese vier Projekte. Es ging um die Suche nach der eigenen Körperstimme im Protest gegen die Unterdrückung, um das Erblühen des eigenen Körpers, um Scham, um unsere Ausdrucksform als Individuum innerhalb einer Masse, um Selbstkontrolle, Gehorsam und Hingabe. Wir haben geprobt, getanzt, gelacht, geschwitzt, gesungen und viel Herzblut hineingesteckt – um die Projekte letztendlich vor einem Publikum von 150 Leuten aufzuführen. Die Kooperation „Körper und Raum“ war für uns eine unglaublich intensive und bereichernde Erfahrung und ein wertvoller Austausch mit den Regiestudierenden. Was wir im Laufe dieser Woche jedoch auch erfahren haben, ist die Kraft und Vielfältigkeit unserer Körper – unserer Instrumente als SchauspielerInnen – und was wir durch diese in einem Ensemble kreieren und erzählen können. Auch hier nochmal ein großes DANKE von uns an Montserrat Borreda, Iván Ruge, Stefan Czura, Georg Dirlack und Lorenz Brückner."

Luisina Nunez, Schülerin 1. Ausbildungsjahr

Am 28.08.2023 hatten wir eine Veranstaltung bei der Initimitätskoordinatorin und Schauspielerin Anne Schäfer.

"Wir haben gelernt, dass die Anwesenheit einer Intimitätskoordinator*in für uns Schauspieler*innen von unschätzbarem Wert ist.
Sie spielt eine unterstützende Rolle bei der Umsetzung von Szenen, die intime Inhalte, Nacktheit oder sexualisierte Gewalt beinhalten, und dies alles in einem sicheren Umfeld. Ihr Ziel ist es, die Vision der Regie bestmöglich innerhalb der Grenzen der Darsteller*innen umzusetzen, ohne dass Missverständnisse oder Unbehagen entstehen.
Mit ihrer Anwesenheit bereichert sie den kreativen Prozess und trägt zu einer professionellen und respektvollen Arbeitsatmosphäre bei." (Isabelle Stoppel, 2.Jahrgang)

2022

Nach knappen drei Monaten der szenischen Arbeit präsentierte die 2A am 01.12. sechs sehr verschiedenen „moderne Zweierszenen“ aus unterschiedlichsten Epochen unter der Regie von Gerd Lukas Storzer.

Die die letzten hundert Jahre umfassende „Moderne“ beinhaltete dabei Szenen der Stücke „Die Zofen“, „Jagdszenen aus Niederbayern“, „Roberto Zucco“, „Zorn“, „Prinzenpack“ und den gesamten 1. Akt aus „Krankheit der Jugend“,

wobei die einen aus heutiger Sicht eher mehr, die anderen eher weniger modern erscheinen.

Ein großer Spaß war es allemal, eine Ansicht, die das Publikum zu teilen schien.

Mattes Kalms, Schüler der 2. Klasse

Der Wecker klingelt unerbittlich um 3.30 Uhr. Meine Augen brennen, als ich sie öffne. Ich bin müde und doch gleichzeitig voller Vorfreude und Aufregung auf all das was nun kommt. Nur mühselig quäle ich mich aus dem Bett. Als wir zum Flughafen fahren, liegt überall dieser wunderbare Herbstnebel in der Luft. Die Stadt ist unheimlich leer und wirkt mystisch und geheimnisvoll. Schon im nächsten Augenblick öffne ich den Kofferraum, hole mein Gepäck hinaus, schlage den Kofferraum wieder zu und eile mit zügigen Schritten in Richtung Eingang des Bremer Flughafens. Als ich auf die anderen treffe, sind alle genau so müde wie ich und doch gleichzeitig voller Vorfreude auf die kommende Woche.

Das grüne Boardingsymbol auf dem Monitor am Gate A09 mit dem Flug „W67756“ Richtung Skopje geleitet uns den Weg in den Flieger. Nun geht es also los. Das Abenteuer "Der Revisor in Skopje" beginnt. Nach ein wenig Schlaf, den wir im Flieger nachgeholt haben, begrüßt uns eine sommerliche Wärme in Skopje. Unser „Guesthost“ Iskrar erwartet uns bereits und bringt uns, gemeinsam mit der Gruppe aus London, in unsere Unterkunft. Wir beziehen unsere Doppelzimmer im Hotel und gehen anschließend gemeinsam mit Uli auf eine erste Entdeckungstour. Wir besichtigen den Campus und vor allem die Bühne, auf der wir bereits schon in 48 Stunden stehen und spielen werden.

Ich erinnere mich noch genau daran, als wir die ersten Schritte ins kleine Theater gemacht haben. Wir alle sprießten nur so vor Energie. All die Müdigkeit von der Anreise war wie weggeblasen und am liebsten hätten wir alle den restlichen Tag nur noch auf der Bühne verbracht, um uns auf unseren Auftritt vorzubereiten. Doch vorerst mussten wir uns gedulden. Den ersten Abend haben wir dann gemeinsam in der Altstadt in einem schönen Café ausklingen lassen, bevor wir uns mit den anderen StudentInnen in einer Bar in der Innenstadt zum kennen lernen getroffen haben. Nach einigen alkoholischen Getränken, viel Englisch und einer Menge Zigaretten und Spaß, fielen wir irgendwann todmüde in unser Bett. Der Dienstag war gepaart aus einer Mischung aus Sightseeing und Kultur.

Ulis befreundete KollegInnen Milos (Regisseur in Skopje) und Slagjana (Schauspielerin in Skopje) gaben uns einen „Behind the Scenes“ Einblick in die Theaterwelt von Nordmazedonien, einschließlich einer Besichtigung des Nationaltheaters. Im Anschluss ging es dann noch für ein paar Cocktails in eine Bar, um uns auf den Abend einzustimmen. Und dann war es soweit: Pünktlich zur Eröffnung des Festivals um 20.00 Uhr ertönte unter anderem die Nationalhymne Mazedoniens und der Präsident von Nordmazedonien, der als Schirmherr des Festivals anwesend war, eröffnete das 30. Skomrahi Festival feierlich mit einer Rede, ehe uns die Studenten der Universität in Skopje anschließend in die Welt des Theaters eintauchen ließen.

Mittwoch. Der Tag unserer Aufführung. Eine Mischung aus Müdigkeit, Vorfreude und Aufgeregtheit liegt am Frühstückstisch in der Luft. Schon kurze Zeit später betreten wir mit unseren Kostümen im Gepäck das kleine Theater auf dem Unicampus. Wir verfrachten unsere Kostüme und Requisiten in den Garderobe- / Backstagebereich und kümmern uns die kommenden 4 Stunden um den Aufbau unseres Bühnenbildes und die richtigen Einstellungen der Licht- und Tontechnik. Am Abend kommen wir im Hotelzimmer unserer Regisseurin alle nochmal zusammen. Wir quatschen bei Kaffee und kleinen Köstlichkeiten miteinander und fokussieren uns gemeinsam auf die bevorstehende Aufführung.

Ein unglaublich gemeinschaftliches Ensemblegefühl bestimmt die Atmosphäre durch und durch. Und dann heißt es „Showtime.“ Der Saal ist proppevoll und platzt nahezu aus allen Nähten, die Leute sitzen am Rand und sogar auf dem Boden, nur um unser Stück zu sehen. Und genau das zeigen wir ihnen dann auch. Und zwar mit aller Selbstermächtigung und Freiheit, die in uns steckt. Völlig beflügelt lauschen wir dem tosenden Applaus und den anschließenden warmen, unheimlich schönen Komplimenten, die wir von anderen Studenten der anderen Schulen bekommen, bevor wir uns den Rest der Nacht einer ausgelassenen Party hingeben.

Die nachfolgenden Tage tauschen wir uns mit den anderen StudentInnen weiter fleißig über unsere Ausbildungen aus, besuchen den ein oder anderen Workshop, schauen den anderen StudentInnen aus London, Belgrad, Kroatien und Tetovo bei ihren tollen Bühnenpräsentationen zu und genießen die warme Sonne Skopjes beim erkunden der Stadt. Alles in allem war die Woche schön, verspielt, lustig, ereignisreich, künstlerisch wertvoll und einfach nur unvergesslich. Um es am Ende mit den Worten von Fury in the Slaughterhouse zu sagen: (We) Won't forget these days.

Erlebnisbericht, Miguel Jonasson

2022 Der Revisor

In der Inszenierung, an der ich beteiligt war, standen die Türen der ebenerdigen Studiobühne hin zur Straße offen. Gerade zu Beginn unserer dritten Vorstellung schauten zwei angeschwipste Frauen um die Ecke, erkannten, dass ein Publikum sie anschaute, und entschlossen dann, sich ihren Moment zu nehmen. So tanzten sie und feierten ihren Moment auf der Bühne, bevor sie dann weiter ihres Weges gingen. Warum ich das erzähle? Because to tell a story is an act of love.

An der ZHdK wurden wir sofort mit offenen Armen aufgenommen. Sechs Wochen arbeiteten wir in drei Projekten gemeinsam mit den Studierenden der verschiedenen Sparten dort: Regie, Dramaturgie, Bühnenbild und Schauspiel. Entstanden sind drei völlig verschiedene Inszenierungen des selben Theatertextes. Die künstlerische Arbeit hat mich sehr bereichert. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, die sich mit Professionalität,

Leidenschaft und Herzblut dem Geschichtenerzählen als Akt der Liebe widmen.

Anna Heithausen, Schülerin der 3. Klasse

Man hört das Geräusch eines zippos wie es auf und zu gemacht wird. Das Opfer und der Täter sitzen sich gegenüber. Der Täter raucht. Dann geht die Tür auf und der Handlanger bringt die freundin des Opfers rein. v Das Opfer fängt an sich befreien zu wolle und an den fesseln zu rütteln. Die Freundin wird auf eine versiffte Matraze geworfen und bleibt regungslos liegen.

Opfer: was hast du mit ihr gemacht du Bastard.

Schlag von Brian

Täter gibt ihm einen blick dass er aufhören soll.

Täter: Wollen sie dass er weiter macht oder sagen sie mir Was ich wissen will.

Opfer: schaut verwirrt und fertig zu ihm, sagt aber nichts.

Täter macht eine weitere Augenbewegung und HL fängt an ihm die finger umzudrehen. Opfer schreit laut los und kippt leicht nach vorne.

Freundin mit schwacher stimme.

F: aufhören….bitte hören sie auf:

T: was..was sagt sie? Aufhören. (Zum Opfer) sie will dass er aufhört. Sobald er mir gesagt hat was ich wissen will hat das alles ein ende.

Opfer schüttelt den kopf.

Blick Täter und HL geht zu Freundin und packt sie. Sie sieht den Blick des Opfer der im stande ist es zu verraten und schreit los.

F: sags ihnen nicht….sags ihnen nicht

Opfer: nein nein nein nein…bitte…ich sag ihnen…ok ich sag ihnen…

Täter wartet gespannt.

Kamera:
Erlebnisbericht, Henrik Mrochen

Eine Zusammenfassunf der Komödienzeit in der High Society, wo doch alles so schnell an uns vorbeigerauscht ist, dass wir uns gerade mal noch an die Aufführungen erinnern. Aber naja, ich werde mein bestes geben.

Es begann mit der Frage an den Jahrgang wer sich vorstellen könnte in einer Musicalkomödie mitzuwirken. Ich auf keinen Fall! Ich vertraue nicht in meinen Gesang, spiele kein Instrument und vom Tanzen müssen wir gar nicht anfangen! Dementsprechend gequält zuversichtlich antwortete ich dem Dozenten Uli, als er mich fragte, ob es in Ordnung sei, wenn ich doch in genau der Gruppe lande. Ich nahm die Herausforderung an... Spoiler: Zum Glück!

Nach den Ferien sollten wir zuerst etwas lustiges präsentieren. Von Slapstick, über Stand Up bis hin zum Darstellen verschiedener Lacharten war alles dabei. Wir durften sehr frei an dieses (etwas aus der Zeit gefallene) Stück herangehen und erst einmal alles anbieten was wir uns selbst für die Rolle überlegt haben. Fast jede Woche kamen so neue spontane Dinge dazu, die so nie im Textbuch gestanden hätten. Diese Freiheit hat uns allen großen Spaß bereitet! Mit großer Unterstützung von tanzerfahrenen Mitschüler:innen entstanden ganz eigene, großartige Choreos zu den Originalsongs und auch einem neu hinzugefügten Lied. Es war über die gesamte Zeit schwer die ganze Gruppe zusammen zu bekommen, aber kurz vor den Aufführungen meldete sich dann nochmal ein Thema zurück, das sich 3 Monate im Hintergrund gehalten hatte...Corona. In der Woche vor den Aufführungen hatten wir plötzlich zwei positive Testungen und es wurde nochmal richtig stressig. Werden alle rechtzeitig fit sein? Muss jemand ersetzt werden? Werden wir nochmla einen Durchlauf mit allen haben?

Es gab noch genau einen Durchlauf und eine wichtige Gesangsprobe mit allen und einen Tag später standen wir schon vor dem Rest der Schule und alle Bedenken wurden durch diese wahnsinnige Energie augenblicklich weggeblasen. Wir entführten alle 80 Minuten lang in die Welt der Upper Class und es wurde mit Standing Ovations gedankt.

Alles in Allem war es eine fordernde und auch sehr bereichernde Zeit für uns alle und definitiv das Highlight des zweiten Jahres.

Marvin Künne, Schüler des 2. Jahrgangs

2022 Komödien

Im Februar hatte die SfSH Hugh O'Gorman, Head of Acting ander California State University Long Beach, zu Gast, der einen Workshop mit der Filmklasse leitete. Gemeinsam wurden Szene aus akutellen Drehbüchern erarbeitet. Das Besondere: DIe Schüler:innen arbeiteten unter quasi-realen Bedingungen unter Zeitdruck, Stress und in einem internatioaneln Setting.

"Im Workshop von Hugh O’Gorman habe ich viel über das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gelernt. Außerdem dass mein Szenenparter die Quelle meines Verhaltens ist, denn da wo meine Aufmerksamkeit hinfließt, fließt auch meine Energie."

Neel Fehler, Schüler der Filmklasse

"Durch den Workshop mit Hugh habe ich einige hilfreiche Tipps, Gedankenansätze und Herangehensweisen für die Arbeit vor der Kamera erhalten, auf welche ich in Zukunft für immer wieder zurückgreifen werde. Das Arbeitsklima war sowohl entspannt als auch fokussiert, was mir sehr dabei geholfen hat ins Spiel zu kommen. "

Jonas Behr, Schüler der Filmklasse

2022 Filmworkshop
2022 Filmworkshop
2022 Filmworkshop
2022 Filmworkshop

"Schon zu Beginn des Semesters erreichte uns die Nachricht: Im März geht es für die Massenchoreografie unter der Leitung von Montserrat Borreda an die HfMT. Die Vorfreude war absolut spürbar. Die Aufregung stieg: Was würde uns erwarten?

Was wir wussten: Das erste Mal gemeinsam ein Projekt auf die Beine stellen, das erste Mal außerhalb der gewohnten Hallen und das erste Mal zusammen auf einer Bühne sein.

Die aktuelle Situation sorgte dafür, dass die “Massenchoreografie” in diesem Jahr zu “Körper und Raum” wurde. Die drei Klassen arbeiteten jeweils mit ein bis zwei Regiestudierenden zusammen. Gesellschaftsrelevante Themen standen an der Tagesordnung: Krieg, Kapitalismus, Gedichte und das Leben von Heiner Müller und das, was Menschen “da zwischen den Beinen [und] Ohren” ausmacht - oder eben auch nicht.

Die Frage: Was war so besonders? Was war meine Erfahrung? Die Antwort: Die Vielseitigkeit und Wandelbarkeit von Körper und Raum erforschen, verwerfen und neu erfinden, Details lieben und das große Ganze sehen, ausprobieren und etwas Neues schaffen, der Moment dem Publikum in die Augen zu schauen und die Lust auf der Bühne zu stehen."

Wiebke Bär, Schülerin des 1. Ausbildungsjahrgangs

2022 Hfmt
2022 Hfmt
2022 Hfmt
2022 Hfmt

„Ah seahorse a day keeps the doctor away“ sowie „desinfection satisfaction“— mit diesen Motivationssprüchen begann unser Filmworkshop mit niemand geringerem als Benjamin Teske. In drei Wochen mussten wir vom Textwriter zum Produktionsmanager, Ton- und Kameramann, Regiassistenten und natürlich Filmschauspieler wechseln. Alles gehörte dazu und alles musste gelernt werden. Fünf Gruppen, alle mit eigenen Vorstellungen, Wünschen und Ideen setzen sich zusammen und wurden mehr und mehr zu einem eingespielten Team. Nach einem Wochenende voller rauchender Köpfe rund um das Thema Filmset und Postproduction mit Justus Beckmann, dauert es nicht mehr lange bis der erst Drehtag anstand.

In der ersten Woche wurden wir in die Kunst des Texte- und Szenenschreibens eingeführt. Wie bekommt die Handlung einen Rahmen, einen Anfang und ein schlüssiges Ende. Schnell stellte sich heraus, dass es auf witzige Szenen hinausläuft. Egal ob Einbruch oder Ehebruch, Zwangsheirat oder ein Bett für drei, selbst in der Kirche wurde der Fantasie keine Grenze gesetzt. Und jetzt mal ehrlich. Der erste Drehtag war eine chaotische, aber doch sehr aufregende und befriedigende Erfahrung. Alles musste laufen und das tat es natürlich nicht. Doch nach und nach und mit viel Geduld wurde der Dreh auf eine gute Linie gebracht. Nach diesem Tag war jedem klar „ok wir müssen da noch einmal anders ran“

„Ihr müsst besser vorbereitet sein!“ — Und siehe da…von Dreh zu Dreh wussten wir als mehr und mehr, wie es laufen musste. Jeder übernahm eine Aufgabe, manche Aufgaben wurden geteilt und jeder half jedem. Hin und wieder klopfte natürlich Omicron an unsere Tür und versuchte uns aus der Bahn zu werfen. Aber nicht mit uns!! Mit etwas Verzögerung drehte dann auch die letzte Gruppe und wir kamen in den Genuss der Postproduction (Genuss ist an dieser Stelle sehr vorsichtig zu verwenden). Da freuten uns wohl zu früh, dass wir jeden Dreh gemeistert und alles abgeschlossen hatten. Das selbstständige Schneiden der Szenen, war im Nachhinein wohl das Anstrengendste an der gesamten Sache. Gelegentliche Tränen, Wutausbrüche und Versagensängste waren stets treue Begleiter bis zum Schluss. Doch die wenigen Stunden Schlaf zwei Tage vor der Präsentation haben sich gelohnt.

Der Tag der Vorstellung: Eine große Leinwand, ein Beamer und der gesamte dritte Jahrgang machten den Abend zu etwas Magischem. Sich zum ersten Mal auf einer großen Leinwand zu sehen, in dem Wissen alles selbst gemacht zu haben, gab einem das Gefühl von Stärke und Selbstbewusstsein.

Fazit: Es gibt nur einen Benjamin Teske. Unvergleichlich lustig, nett, streng, humorvoll, liebenswert und interessant. Durch ihn hatten wir wahren Spaß am Spiel, gepaart mit Guter Vorbereitung und Wissen für die Zukunft. Eine unvergessliche Zeit für die es sich lohnt an der SfSH zu sein. Vielen Dank an dieser Stelle geht an Benjamin Teske der mit Rat und Tat immer neben uns stand und mit uns dieses wundervolle Projekt auf die Beine gestellt hat.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an den Förderverein der Schule für Schauspiel Hamburg, der diesen Workshop mit finanzieller Unterstützung für jeden dritten Jahrgang ermöglicht.

Die nächsten Jahrgänge dürfen sich hoffentlich genauso sehr freuen wie wir.

Henrik Mrochen, Schüler Filmklasse 2022

2021

"Der Workshop mit Jesper war sehr intensiv. Wir haben sehr körperlich gearbeitet und spürten danach zwar jeden einzelnen Knochen im Körper, waren jedoch auch um viele wertvolle Erfahrungen reicher. Jesper brachte uns mit seiner speziellen Chekhov Arbeit neue Anreize und Eindrücke. Wir alle waren sehr dankbar für die Möglichkeit mit ihm zu arbeiten und durch die Arbeit an Woyzeck neue Wege zu erfahren in die Szenenarbeit einzusteigen."

Nils Martens, Schüler des 2. Jahrgang

2021 Jesper Michelsen

Wovon träumst du? Was ist deine Vision? Diese Fragen stellte uns Marie Bäumer zu Beginn ihres Workshops, in dem schnell der Kernpunkt ihrer Arbeit klar wurde: Schauspiel ist physisch! Auf der zweitägigen Forschungsreise durch unseren Körper, konnten wir gemeinsam mit Marie ausprobieren, unseren eigenen Raum einzunehmen, zu halten und zu verteidigen, dabei zu merken, was für eine unglaubliche Kraft in unserem Becken steckt, die eigene Energie zu bündeln und zur Essenz zu kommen, das nach der Spannung als erstes die Entspannung folgt, Blockaden im Körper aufzudecken und zu lösen und wie ein fester Stand verbunden mit der Atmung den Körper öffnet und so zu einer größeren Präsenz im Raum verhilft. Mit viel Leidenschaft und Herz zeigte uns Marie, die eigenen Träume und Visionen als Motor unserer Kraft zu nutzen und dabei trotzdem heiter scheitern zu können.

Die intensive Arbeit durch den eigenen Körper, war für uns alle eine inspirierende Erfahrung, die uns nicht nur künstlerisch, sondern auch auf unserer persönlichen Reise bereichert. Wir freuen uns auf die Fortsetzung!

Carina Sönksen, Schülerin des 3. Jahrgangs

2021 Marie Bäumer

Filmwoche 2021

In der Filmwoche haben wir durch Antonia sehr viel Übung und Praxis mit dem Umgang vor der Kamera bekommen. Wir haben jeden Tag teilweise mehrfach gedreht und haben viele wertvolle Tipps von ihr erhalten. Die Art und Weise, mit welcher sie uns Feedback gegeben hat, konnte jeder für sich sehr gut annehmen und verstehen. Zum Ende der Woche haben wir uns alle so tief in die Arbeit vor der Kamera einfinden können, dass wir wirklich traurig waren als die Zeit vorbei war. Rückblickend war die Filmwoche wahnsinnig produktiv, lehrreich und voller Freude mit Antonia. Wir werden sie sehr vermissen!

Marie Stieper, Schülerin des 2. Jahrgangs

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Sommerferien, die Schule ist geschlossen, das Café im Hof Oelkersallee 33 ist leer. Bis auf 13 Schauspielerinnen und Schauspieler. 13 Porträts von starken individuellen Charakteren hängen an der Wand und strahlen, was das Zeug hält. Eine Tradition, welche schon seit Jahren mit dem Abschlussstück einhergeht und so auch dieses Jahr nicht fehlen durfte.

Unter der Regie von Harald Weiler und der Regieassistenz Vincent Mabruk wurde knapp 5 Wochen intensiv geprobt, gelacht, geweint, ausprobiert, verworfen, Klartext geredet, gezweifelt und gewachsen. Gespielt und präsentiert wurde das Stück „die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ von Joël Pommerat.

Das Stück behandelt über 18 scheinbar unabhängige Geschichten und Szenen hinweg das Thema Liebe. Glückliche Liebe, vergangene, unmögliche, verbotene, nicht ausreichende, teure, verhandelbare, nicht vorhandene, tödliche, vergessene, freundschaftliche Liebe.

Die Figuren haben gesungen, gestritten, geküsst, umarmt, vermisst, wiedergefunden, verabschiedet, getrennt, getestet, vereint. Und die Schauspielerininnen und Schauspieler durften sich all dem und noch viel mehr hingeben. Rund 315 Zuschauerinnen und Zuschauer haben während 7 Vorstellungen (HP2, 5 reguläre und eine Zusatzvorstellung) das Spektakel geteilt, das sich jeden Abend neu entwickelte, wenn das ganze Ensemble gemeinsam das Stück eröffnete.

Hier ließen sich noch etliche weitere Zeilen darüber erschwelgen, wie unglaublich schön, zusammenbringend, nervenaufreibend, herausfordernd, schwierig, lehrreich, anstrengend, bestärkend die Arbeit rund um dieses Abschlussstück war. Aber was es in jeder und jedem Einzelnen im Publikum ausgelöst hat, dazu müsst ihr euch äußern.

Abschließend lässt sich nur sagen: Wer nicht da war, hat etwas verpassst.

Nina Eveline Hutter, Abschlussklasse Theater 2021

2021 Abschlussstück

Ein Raunen ging durch den Raum. - Die Klassen werden nicht gemischt? - Eine Klassische Komödie mit 12 Leuten während Corona? Skeptische Blicke, und ein unbehagliches Gefühl breitete sich in jedem von aus und ließ den Raum für große Motivationsschübe erst einmal recht klein wirken. Und wie sollte man es uns verübeln können, die Komödie ist „das Highlight“ des zweiten Ausbildungsjahres und jeder fieberte darauf hin, doch mit so vielen Maßnahmen, geteilten Gruppen, proben nur maximal zu viert und immer der Gefahr von Corona im Nacken, spielte es sich anfangs doch etwas gehemmt.

Man merkte schnell, dass Corona viel Energie und Lust raubte und das Erarbeiten des Stückes zu einer wilden und aufregenden Fahrt machte. Jede Woche kamen neue Coronaregeln hinzu oder wurden abgeschafft, FFP2 Masken standen auf der Tagesordnung und gelegentliche (nach hinten zunehmende) Schnelltests waren immer Bestandteil der Probenphase. Auch Quarantänen oder sonstige Ausfälle machten das Ganze nicht leichter und oft kam es auch dazu, dass wir manche aus der Klasse sehr selten zu Gesicht bekamen, da wir uns nur zu viert zur Probe treffen durften. Diesbezüglich wurde die Klassengemeinschaft und die Ensemblestärke auf eine harte Probe gestellt. Wir mussten einen Weg finden, dass nicht jeder einen Einzelkampf beschreitet, sondern dass sich geholfen und unterstützt wird. Doch schnell wurde uns allen klar, dass wir noch so sehr schimpfen konnten, daran ändern würde sich dadurch aber nichts, also beschlossen wir uns unser Stück zu eigen zu machen.

Nun begann die Kreativität die Oberhand zu übernehmen. Es wurde gebastelt und gedacht, geklebt und geschnitten, Kostüme entstanden, ein Bühnenbild wurde diskutiert und kreiert. Die Proben wurden immer häufiger und immer genauer, Text wurden überall und immer wieder geprobt, gekürzt oder verlängert. Stück für Stück gestaltete sich ein richtiger Shakespeare a la 2A. Aber natürlich gehörten auch gelegentliche Tränen, Streitereien, Ängste und Niederlagen dazu, was aber auch komisch wäre, wenn es nicht so ist. Das Einzige was noch im Weg war, waren die Masken! Wie kann man eine Liebesszene mit einer Maske spielen, oder die Motivation für so etwas aufbringen? Wie kann man Spaß an Ausdrücken und Mimik haben, wenn diese ständig unsichtbar bleiben. Mit jeder Probe mit Maske stieg die Angst, dass wir möglicherweise auch unsere Aufführungen nicht frei spielen dürfen. Dieser Gedanke quälte jeden einzelnen von uns und ließ die Motivation allmählich wieder sinken. Doch einige von uns ließen sich auch da nicht unterkriegen. Pläne wurden geschmiedet, wie man die Masken mit in das Kostüm aufnehmen konnte, oder wie man sogar das Stück den Masken anpassen könnte. Doch dann kamen gleich zwei glückliche Nachricht - „die Masken dürfen weggelassen werden, insofern die Schnelltest gemacht werden“ - „es dürfen interne Zuschauer im Saal sein“

Was soll ich sagen… die Motivation schoss nach oben und beflügelte uns— für kurze Zeit.

Jetzt heißt es aber richtig Gas geben. Wir müssen auf jeden Fall mehrmals ohne Maske proben und gehörig an unserem Teamgeist schrauben, damit wir dem Publikum nicht plötzlich einen Sommernachtsalbtraum um die Ohren schmettern. Gesagt getan, die Proben wurden noch einmal konzentrierter und alle Register wurden gezogen. Dann ging es an den Feinschliff und Tada, ein Sommernachtstraum war geboren.

Insgesamt gab es vier Aufführungen. Das Publikum lachte und grölte und gab uns unentwegt Motivation stetig am Spaßschräubchen zu drehen. Vor den Aufführungen wurde mit viel gemeinsamen Lachen, Spielen und Gesprächen der Teamgeist stetig weiter gestärkt und während den Aufführungen wurde hinten gespannt gelauscht, wie das Publikum wohl das Stück aufnahm. Kurz bevor man auf die Bühne ging…das Warten auf den Einsatz, die Verbrüderung mit der Rolle und natürlich dem plötzlichen Drang auf die Toilette zu müssen, waren alles was man in diesem Moment brauchte. Das Gefühl endlich wieder auf einer Bühne zu stehen, eine Rolle für dich zu greifen und sogar mit Live-Publikum war unbeschreiblich. Mir ging es immer so, also wollte ich gar nicht mehr von der Bühne runter. Das leichte Kribbeln im Bauch und die Hitze der Scheinwerfer, das Lachen des Publikums machten das ganze Spektakel zu einer zweistündigen Achterbahnfahrt voller übersprudelnder Energie.

Nach den Aufführungen wurde natürlich gefeiert. Doch der Drang gleich am nächsten Tage wieder auf die Bühne zu gehen war stetig da. Natürlich war es ein tolles Gefühl fertig zu sein. Man war erleichtert und befriedigt, aber weitere zwanzig Aufführungen hätten dann auch nicht mehr geschadet.

Abschließend kann man einfach nur sagen, dass wir stolz sein können auf die Leistung, die wir erbracht haben, auf unser Ensemble und auf unser Durchhaltevermögen in diesen nervenaufreibenden Zeiten.

Henrik Mrochen, Schüler des zweiten Jahrgangs

2021 Komödien
2021 Komödien
2021 Komödien
2021 Komödien

Auf diese Woche haben wir uns alle die letzten Monate gefreut: das Kooperationsprojekt mit Regiestudierenden der HfMT unter der Leitung von Montserrat Borreda. Endlich wieder präsent nach dem Lockdown, endlich wieder Bühnenluft, endlich wieder spielen!

In den vergangenen Jahren wurde das Kooperationsprojekt unter dem Titel „Massenchoreografie“ umgesetzt – schon der Name verrät, dass es dieses Jahr anders lief. Aufgeteilt auf vier Regieprojekte probte der erste Jahrgang Anfang März sieben Tage lang an Choreografien, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten: Spieler:innen waren Erinnerungen an eine Kindheit mit vielen Schwestern, Frauen im Kontext von Schwangerschaften, ein Schwarm von Motten, die vom Licht angezogen werden, oder Avatare in einem Computerspiel. Die Diva der Bühnenproben: der Zollstock. Zu oft stimmte etwas nicht. Am Ende war es aber weniger der Abstand als die Leidenschaft aller Spieler:innnen, die spürbar war.

Die Premiere fand ganz Corona-konform als Livestream statt. Während die einen das Rampenlicht genossen, verfolgten die anderen Backstage den Livestream – eine Vorstellung, die wir mit Sicherheit im Herzen behalten werden.

Anna Heithausen, Schülerin des ersten Jahrgangs

2021 Hfmt
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"Warum will ich spielen?

Diese Frage sollten wir bei unserem About Me Videodreh mit Matthias Bolliger beantworten.

Matthias ist ein sogenannter DOP - Director of Picture. Der Workshop mit ihm war ein Mix aus praktischen Aufgaben und online Präsentationen. Er konnte uns seine Sicht auf Schauspiel durch die Kameralinse näher bringen und uns einen umfangreichen Einblick in die kreative Welt des Filmemachens geben. Gemeinsam erarbeiteten wir uns das Wissen der verschiedenen Punkte die einen Look beim Film definieren. Die Liste schien unendlich lang zu sein und wurde gleichzeitig zu einer grossen Inspirationsquelle. Mit dem Fokus auf diese Punkte haben wir in 4er Teams gedreht und uns dabei ausprobiert. Das Resultat war erstaunlich: 4 Szenen, alle basierend auf dem selben Skript und doch, komplett unterschiedlich umgesetzt. Das hat uns ganz klar aufgezeigt: In der Welt des Filmemachens sind keine Grenzen gesetzt!“

Bettina Zbinden, Schülerin der Filmklasse

2021 About me

„Hallo!“
Nein, besser nur „Hey!“
Oder vielleicht genügt nur ein Blick?
..wie begrüsst man sich denn im normalen Leben?!

Eine Szene schreiben ist nicht einfach.

Das haben wir schnell gemerkt, als wir unsere eigene Szene schreiben sollten, für den Workshop mit Benjamin Teske. Mit aller Geduld und guten Ideen ist uns Ben aber zur Seite gestanden, so dass wir am Ende der ersten Woche alle eine Szene hatten, die wir dann auch vor der Kamera umsetzen konnten. Drehort organisieren, Rolle vorbereiten, sich mit der Technik vertraut machen: Das alles stand als nächstes auf dem Plan. Dann wurde tatsächlich gedreht! In kleinen Teams haben wir uns gegenseitig ausgeholfen, so dass jeder/jede mal vor der Kamera stand, bei anderen Drehs aber dann auch mal Kamera, Ton, Licht oder Regiesassistenz machen konnte. Alles unter der Regie von Ben, den nichts aus der Ruhe bringen konnte. Dann kam die Stunde der Wahrheit: Das Drehmaterial sichten und sehen, wie man überhaupt gespielt hat. Danach wurde wie wild geschnitten und nochmals versucht, das Beste aus der Szene zu holen. Wir haben von A-Z unsere eigene Szene produziert - das fühlt sich verdammt gut an! Dazu haben wir eine Menge gelernt und viele Erfahrungen mitgenommen. Grossen Dank an Ben Teske, der mit Empathie und Professionalität mit uns diesen Workshop durchgeführt hat und an den Förderverein, der uns dies ermöglicht hat.

Bettina Zbinden, Schülerin der Filmklasse

2021 Filmprojekt
2021 Filmprojekt
2021 Filmprojekt

2020

Das waren unbekümmerte, unbeschwerte Nachmittage und Abende auf den Bänken vor dem Kiosk in der Schanze, den wohl jeder kennt, der drei Jahre lang Schauspielausbildung an unserer Schule verbringt. Das waren stundenlange Aufenthalte im Wohlers Park nach den Proben bis wir vor Dunkelheit nur noch unsere Umrisse erkennen konnten, mit kurzen Abstechern zu Rewe um sich mit Essen und – für die Hartgesottenen, zu denen ich nicht gehörte - Corona (das Bier heißt wirklich so! Ich dachte, ich werd nicht mehr!) einzudecken.

Das waren die flammenjonglierenden, fabelhaften Gestalten, die uns spät Abends im Park begegneten mit ihren ausschlagenden Feuerbällen, die sie kreuz und quer um sich herum wirbelten, während ich daneben stand und vor Spannung die Luft anhielt. Das waren Gespräche über ALLES, was das Herz begehrt und mein Kopf teilweise noch nicht mal zu denken vermocht hatte. Wilde, lustige, traurige, tiefsinnige, innige, geheime Gespräche. Das waren auch viele Lebensansichten und -einstellungen, die da aufeinander stießen und die mich, wie neu entdeckt schwer faszinierten und beglückten, obwohl man doch meinen sollte, dass wir uns alle nach drei Jahren gemeinsamer und intensiver Ausbildung nun doch schon ganz gut kennen sollten.

Vielleicht mag es nach außen hin nicht besonders eindrücklich klingen, aber für mich waren das die schönsten und wichtigsten Momente und Stunden der 5-wöchigen Probenzeit, mitten in der Pandemie, die in diesen Tagen doch manchmal fast wie vergessen schien, wenn wir, meist ein kleiner aber standhafter Kern bestehend aus drei oder vier Leuten unseres 8-köpfigen Ensembles eng aneinander gedrängt an einem der Kiosk-Tische saßen, Chips aßen und Kai, der mein Bruder im Stück spielte (wir nannten uns während der Probenzeit liebevoll nur Bruderherz und Schwesterherz, obwohl unsere Beziehung im Stück selbst eigentlich nicht die warmherzigste war) mir am letzten dieser Abende, meinen allerersten „Brandy“ verpasste – natürlich versehentlich. Eine kleine Erinnerungsnarbe an eine, wie in wohlig warme Watte gepackte Zeit. Ein Welt wie in eine winzige Seifenblase gequetscht. Mit Saal 1 und dem Café ganz für uns allein, mit dem Kiosk und dem Wohlers Park, unserem Bergfest mit einem Verlauf wie eine Achterbahn (während unmittelbar über meinen Kopf hinweg temperamentvoll und leidenschaftlich mit dem Regisseur Diskussionen über Genderproblematiken geführt wurden, kullerten auf der anderen Seite vor Selbstzweifel und Kummer die Tränen und eine kleine Gruppe Mitfühlender hatte sich zusammengetan, sie aufzufangen), außerdem einer, zur fortgeschrittenen Stunde mich von hinten antanzenden, hackevollen Regieassistentin, die es wohl auch noch weiter mit mir getrieben hätte, wenn ich selbst in dem Moment nicht zur Salzsäule erstarrt wäre und nebenbei auch noch stocknüchtern war. Das war ein Auf und Ab ohne Gleichen. Wir hatten Krisen und Auseinandersetzungen, immer gern gesehenen Hundebesuch von „Emma“, Haralds kleiner Begleiterin, eine Shoopingtour für die Kostüme wie am Familiensamstag im Sommerschlussverkauf ( mein Bruderherz und ich mit der inzwischen nicht mehr hackevollen Regieassistentin, obwohl der besagte Abend nur eine Nacht dazwischen lag und Harald, unserem Regisseur, der es nicht lassen konnte, den Einkaufs-„Bummel“ - alles war streng zeitlich durch getacktet, damit jede Rolle zu ihrem Kostüm kam-, dafür zu nutzen, auch sich selbst eine Kleinigkeit zu gönnen – natürlich nicht vom Requisiten- und Kostümbudget! Keine Sorge!), Gesangsproben, die einfach nicht zu den richtigen Tönen führen wollten, Säcke voller Kuscheltiere für das Bühnenbild, von denen nun auch der letzte Nicht-Allergiker eine Hausstaubmilbenallergie mit nach Hause trug, Proben mit gelerntem und ungelerntem Text, einem kaputtem Lichtpult und zwei Rettern in der Not, die für die, eine Woche vor Premiere besagten, jedoch plötzlich verschollenen Regieassistentin einsprangen und stets die Ruhe bewahrten, auch wenn sich der Regisseur in regelmäßigen Abständen die nicht vorhandenen Haare raufte.

Ja - meine Satzzeichensetzung verdeutlicht es: das war schon wirklich eine verrückte Zeit! Wie eine kleine, rettende Insel inmitten einer aus den Fugen geratenen Welt, auf die wir uns geflüchtet hatten, um eine kleine Ewigkeit lang so zu spielen, als gäb es diese Welt um uns herum nicht. Wie ein Aufatmen und Ausatmen, ein letztes, gemeinsames Aufbäumen einer dreijährigen, schrecklichschönen Ausbildung, die leider nicht wie erwartet und ersehnt in einem spektakulären, phänomenalen Tusch endete, sondern auf Abstand mit mindestens 1 Meter 50 zwischen uns. Wie ein Konzentrieren, den Blick wieder einmal fokussieren auf das, warum ich eigentlich hier bin, an dieser Schule. Um wieder zu entdecken, endlich wiederzufinden, was mich an diesem Beruf so fasziniert, berührt, beglückt und begeistert. Um mich als Schauspielerin wieder neu wahrzunehmen und zu erleben, in der ganzen Facettenhaftigkeit und Faszination, die die Beschäftigung mit einer Rolle in einem hervorrufen kann und mit sich bringt. Um endlich wieder Mut und Zuversicht zu tanken, Stolz und Selbstbewusstsein, dass diese kleine rettende Insel inmitten meiner eigenen, ebenfalls aus den Fugen geratenen Welt - dieser Ort mit Scheinwerfern und schwarzem Tanzboden, mit Musik, die durch den Raum wummert, einem Ensemble dass in jeder Vorstellung eine gemeinsame, für das Publikum geheime Sprache immer wieder neu erfindet und Zuschauern die manchmal mit atmen, manchmal den Atem anhalten oder gar nicht zu atmen scheinen, bei allen Zweifeln und Verzweiflungen, die das Leben auf einer einsamen Insel nun mal so mit sich bringt - genau der Ort ist, an den ich gehöre.

Meike Lehmann, Absolventin 2020

2020 Abschlussstück
2020 Abschlussstück
2020 Abschlussstück
2020 Abschlussstück
2020 Abschlussstück

2019

Trotz Sommerferien blieb die SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG nicht ruhig. In Saal 1 wurde vier Wochen lang rund um die Uhr für das Abschlussstück der Theaterklasse geprobt. Unter der Regie von Harald Weiler entstand eine Inszenierung des Stücks „Sinn“ von Anja Hilling. Hierfür wurden Scheinwerfer verstellt, Teppiche ausgelegt und Stühle gerückt. Die Zweierszenen des Jugenddramas wuchsen unter hohem Orangenkonsum und mit jeder Menge fliegenden Rosenblättern Woche um Woche zu einem zweistündigen Stück zusammen. Nachdem es oft „Text, Text, Text“ hieß, feierte die Theaterklasse am 09.08. die Premiere. Es entstand ein wundervolles Stück, welches, alle 5 Sinne ansprechend, der Liebe auf den Grund geht.

Nell Scheffler, Freiwilliges soziales Jahr Kultur an der SfSH

2019 Abschlussinszenierung
2019 Abschlussinszenierung

Generation Wealth von Lauren Greenfield

Unsere Schüler:innen aus dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr zeigten Wahn, Gier, Leidenschaft im Namen von Schönheit und Geld. Unter der Leitung von Tino Führer entstand ein abwechslungsreiches Schauspiel, mit wilden Szenen. Im Zentrum stand Lauren Greenfield mit ihrer Arbeit „Generation Wealth“. Die acht Schauspieler:innen fanden sich immer wieder zusammen, was die Deichtorhallen begeistert als Intervention beschrieben. Das Ensemble sollte geplant und gezielt in die Ausstellung eingreifen und durch ihre „Störungen“ die Aussage der Künstlerin unterstreichen.

2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen
2019 Lange Nacht der Museen

DU BIST NEUGIERIG, WIE EIN TYPISCHER TAG AN DER SFSH AUSSIEHT?

„Aus meiner Position als FSJlerin (Freiwilliges soziales Jahr) habe ich mit einem distanzierten Insiderblick den Trubel beobachtet, Unterrichte besucht und gestaunt. Mein Fazit: Es gibt keine „normalen“ Tage in den Hinterhöfen der Oelkersallee, denn hier geht es immer leicht bis stark crazy zu.

Vormittags in der SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG: es herrscht Hochbetrieb. Aus Saal 4 ertönt laute Diskomusik, dazu ist rhythmisches Stampfen zu hören. Ein Stockwerk darunter in Saal 5 scheint gerade ein großer Streit geübt zu werden. Vor dem Büro tummeln sich einige aufgeregte Schüler:innen vor dem Infobrett. Es werden Schauspieler:innen für das Harry Potter Musical in Hamburg gesucht!

ZEIG MIR DEINEN CLOWN!

Im großen Saal 1 übt die 1B heute in schauspielerischer Grundlagenarbeit die Perfektionierung ihrer Clownsrollen. Der Text sitzt, jetzt gilt es die individuellen Geschichten so komisch und leidenschaftlich wie möglich zu präsentieren. Eine anfängliche Zögerlichkeit der angehenden Schauspieler:innen weicht schnell wilden Fratzen und sonderbaren Lauten. Die Anweisung des Dozent:innen lautet, die Geschichten durch den Fokus auf einzelne schauspielbezogene theatrale Mittel (Sprache, Gestik, Mimik und Proxemik) sehr übertrieben zu erzählen. Hierdurch transformieren die Schüler:innen ihre Geschichten beinahe zur Unverständlichkeit. Die letzte Herausforderung besteht darin, alle übertriebenen theatralen Mittel zeitgleich in der Präsentation der Geschichte zu nutzen, um durch die nun herrschende vielseitig komische Überzogenheit der Szene das „Clownserlebnis“ perfekt zu machen.

KONZENTRATION AUF DEINE STIMME!

Der sonnige Saal 6 vibriert währenddessen durch das Summen zahlreicher Stimmen. Die 2A wärmt sich konzentriert und eigenständig auf, indem Stimme, Mund, Kiefer und der gesamte Körper individuell gelockert werden. Als erste gemeinsame Tätigkeit im Unterricht „Stimme“ wird sich als Gruppe vereint und doch einzeln durch den Raum bewegt. Töne werden zusammen gesummt und gesprochen, später werden einzeln Monologe gemurmelt. Den Monologen folgt die Anweisung sich als Gruppe in einen Kreis zu bewegen. Im Kreis verbinden sich die Stimmen aller Schüler/innen durch das Summen gleicher Töne zu einer Einheit. Fokussiert wird als Gruppe daran gefeilt die Töne zu halten und aufeinander einzugehen. Nach diesem intensiven Aufwärmen stellen einige Schüler ihre modernen Zweierszenen vor. Mit großer Konzentration auf die Stimme werden Herausforderungen, wie die Überspitzung eines Akzents und die Arbeit mit verschiedenen Tonhöhen gemeistert.

Erst am späten Nachmittag kehrt Ruhe in die heiligen Hallen der SfSH ein, bis am nächsten Morgen neue Casting-Angebote und schauspielerische Herausforderungen auf die Schüler:innen warten.“

Nell Scheffler, Freiwilliges soziales Jahr Kultur an der SfSH

„… wenn du das einmal gespürt hast, macht es süchtig.“

"Das neue Jahr startete für unsere Filmklasse mit - wie glaube ich jeder bestätigt - etwas ganz Besonderem! Einem Filmworkshop, in dem wir selbst Szenen schrieben, entwickelten, umschmissen, neu schrieben, probten (hier eventuell nochmal umschmissen) und schließlich drehten! Als Regisseur hat uns Benjamin Teske unterstützt. Im Jahr zuvor hatten wir ihn schon das ein oder andere Mal in der Schule gesehen und wir waren wohl alle gespannt, wie die Arbeit werden würde. Und die drei Wochen haben sich gelohnt. Und wie sie sich gelohnt haben! Nach einer Schlussklappe hörte der Tag nicht auf für uns. Es fand sich immer wieder Zeit zum Austausch über unser Bild des Schauspielers, Erfahrungen und Träume. Auch wenn wir uns neben unserer Rolle als Schauspieler:in zusätzlich auf die Posten an der Tonangel, Kamera und Ausstattung einlassen mussten und gelegentlich ein wenig Stress aufkam (weil zackzack Batterien gekauft werden mussten) sind ich und die anderen 15 "Filmabschlüssler" wohl nur noch mehr bestärkt in unserer Entscheidung für diesen Beruf. Aufleuchten und pur vor der Kamera sein und wenn auch nur für einen kleinen Moment - wenn du das einmal gespürt hast, macht es süchtig.“

Klara Lange, Schülerin der Filmklasse

2019 Filmprojekt

2018

„WAS EIN REGIETEAM ALLES SO LEISTET!“

„In Zürich, an der ZHdK, hat man uns sofort mit offenen Armen und einem Gefühl der Gleichstellung aufgenommen. Bei der 6-wöchigen Kooperation in Zürich durfte ich mich selbst, vor allem als Künstlerin und Schauspielerin, ganz neu kennenlernen. Ich bin sehr gewachsen und durfte eine Menge toller Leute aus der Theaterwelt kennenlernen, wobei ich nochmals ein feineres Bewusstsein dafür bekommen habe, was ein Regieteam alles zu leisten hat. Die Arbeit zusammen war dementsprechend auch sehr kommunikativ und offen. Es war sehr erfrischend einen professionellen Alltag an einem mir so neuen und fremden Ort selbstverständlich zu leben. Alles in allem eine sehr wichtige und kostbare Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin.“

Alina Hidic, Schülerin der Theaterklasse

2018 zhdk
2018 zhdk
2018 zhdk

ALUMNI LIEDERABEND IM SCHMIDTCHEN AUF DER REEPERBAHN

Es war wieder ein buntes Fest – Ehemalige aus 15 Schuljahren der SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG standen gemeinsam auf der Bühne. Sie performten, was das Zeug hält und sangen, bis die Bretter knarzten. Im Publikum tosender Beifall von Mitgliedern des Fördervereins, Schüler:innen, Dozenten:innen, Familien und Freunden:innen. Begleitet wurden sie wie immer von Siegfried Gerlich am Klavier.

So unterschiedlich, wie sich die Laufbahnen der Absolventen:innen entwickelt haben, so vielseitig war auch das musikalische Programm des Abends – von klassischen Chansons über Pop, Folk, komödiantische Einlagen bis hin zu klassischem Operngesang war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Für strahlende Gesichter auf und vor der Bühne sorgte dieser Liederabend der besonderen Art – schon zum dritten und hoffentlich nicht letzten Mal.

2018 Bühne Frei

„DIE LANGE NACHT DER MUSEEN IN HAMBURG: KULTSTATUS - UND WIR WAREN DABEI!“

Wir durften uns zu großartigen Künstler:innen und deren Werken in Verbindung stellen und konnten durch diese Erfahrung, einen ganz neuen, noch bisher unbekannten Aspekt in der schauspielerischen Arbeit, vor allem in Bezug auf andere Kunstformen, in unsere Ausbildung integrieren.

Auch der direkte Kontakt mit den über 10.000 Besucher:innen, war unglaublich intensiv und schult ungemein die Improvisation. Denn jeder Mensch, hat unterschiedlich auf uns reagiert. Somit konnte eine Situation oder auch Konfrontation, nie als gegeben genommen werden, sondern musste immer aus dem Moment heraus entstehen. Dieser 8 Stunden Performance-Ritt hat uns sehr bereichert und war ein tolles Training! Aber das Allerwichtigste daran war: Es hat uns sau Spaß gemacht!“

Tino Frers, Theaterklasse

2018 Lange Nacht der Museen
2018 Lange Nacht der Museen
2018 Lange Nacht der Museen
2018 Lange Nacht der Museen
2018 Lange Nacht der Museen
2018 Lange Nacht der Museen

"IM HELDEN- UND LOSER-WORKSHOP MIT JENS ROTH …

…konnte ich erfahren, dass mein Körper viel mehr weiß als mein Verstand. Es geht um Wahrnehmung, Gefühle und Raum.

Dieser Workshop hat mir gezeigt, dass die Annahme von jedem noch so kleinen/großen, negativen/positiven und auch skurrilsten Impuls existenziell für die Durchlässigkeit ist. Wenn mein Kopf nicht mehr blockiert, gebe ich meinem Instrument die Chance pur zu agieren."

Simon Gilles, Schüler der Filmklasse

„Dank des Workshops mit Jens Roth weiß ich jetzt, wie ich meine Stärken auf der Bühne und vor der Kamera bewusst einsetzen und meine Blockaden Schritt für Schritt lösen kann. Außerdem habe ich gelernt, darauf zu vertrauen, dass mein Körper immer die richtigen Antworten hat."

Fidan Wyder, Schüler der Filmklasse

2018 Workshop

„EINE SEHR BEREICHERNDE ERFAHRUNG!“

Zum Auftakt des Abschlusssemesters begannen die Schüler*innen der Filmklasse dieses Jahr mit einem Filmprojekt unter der Leitung von Benjamin Teske (Strawberry Bubblegums). Auf Initiative des Vorstands des Fördervereins sollte das Projekt den Schüler:innen einen kompletten Einblick in die Entwicklung einer Szene geben: Szenenentwicklung und -schreiben, Proben, Drehen und zum Abschluss die Postproduktion.

„Der Workshop bei Benjamin Teske war eine sehr bereichernde Erfahrung sowohl vor als auch hinter der Kamera. Schön war es, den gesamten kreativen Prozess des Filmemachens zu durchlaufen, in dem wir selber die Szenen geschrieben und geschnitten haben und den Dreh organisierten. Benjamin unterstützte uns sehr beim Entwickeln der Szene, bei den Proben und später beim Dreh."

Saskia Corleis, Schülerin der Filmklasse

2018 Filmprojekt
2018 Filmprojekt
2018 Filmprojekt
2018 Filmprojekt
2018 Filmprojekt

2017

ALUMNI LIEDERABENDE

Aus dem seit 2015 bestehenden Alumni-Netzwerk der Schule entstand unser Alumni-Liederabend, welcher 2016 im Logensaal der Kammerspiele und 2017 im Schmidtchen auf der Reeperbahn vor vollem Haus und begeisterten Zuschauer*innen stattfand. Regelmäßig findet dieser nun im Mai/Juni jeden Jahres statt und bringt Ehemalige aus allen Jahrgängen zusammen auf eine Bühne, wo sie ihr spielerisches und sängerisches Können zum Besten geben.

2017 Alumni Liederabende
2017 Alumni Liederabende
2017 Alumni Liederabende
2017 Alumni Liederabende
2017 Alumni Liederabende

"ROBINSON CRUSOE – GESTRANDET IN METROPOLIS“…

…ist ein Theaterprojekt mit Geflüchteten und anderen Menschen in Hamburg, darunter Schüler*innen und Lehrer*innen eines Gymnasiums sowie Schauspielschüler*innen aus dem zweiten Ausbildungsjahr an der SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG. Sechs Monate lang wurde unter der professionellen Anleitung der SfSH-Absolventen India Roth und Hauke Horeis eine berührende wie auch unterhaltsame Szenen-Collage zu den Themen Flucht, alte und neue Heimat, Wahnsinn und Sehnsucht erarbeitet und in der Hebebühne Altona zur Aufführung gebracht.

2017 Robinson Crusoe
2017 Robinson Crusoe
2017 Robinson Crusoe

2016

Auch in diesem Jahr hat Marie Bäumer wieder mit unserer Abschluss-Filmklasse gearbeitet. Am 19.10.2016 zeigte der NDR einen Bericht über ihren Unterricht.

2016 Workshop

BÜHNE FREI! ist die neue Veranstaltungsreihe der SfSH, die dem Schauspielnachwuchs einmal im Quartal die Gelegenheit bietet, sich schon während der Ausbildung dem Hamburger Publikum zu präsentieren.

JEDER ABEND IST EINMALIG

Im historischen Logensaal der Hamburger Kammerspiele präsentierten wir von September 2015 bis September 2016 ein außergewöhnliches Bühnenprogramm. Es begann und endete mit einem Liederabend kurz vor der Abschlussprüfung. Im Februar 2016 wurde eine bunte Mischung aus Monologen, Zweierszenen und Songs und die selbst geschriebenen Szenenarbeiten der SfSH-Stipendiaten dargeboten, die die Vielseitigkeit der Schauspielausbildung zeigt. Im Mai präsentierte die SfSH einen Liederabend, gestaltet von unseren Absolvent*innen aus den zurückliegenden 29 Jahrgängen. Durch die Schließung des Spielbetriebs im Logensaal der Hamburger Kammerspiele muss unsere Reihe sich nun eine neue Spielstätte suchen, um unseren Schüler*innen weiterhin eine Plattform zu bieten, sich dem öffentlichen Publikum zu präsentieren.

2016 Bühne Frei

ES WAR UNS EINE EHRE

Im September 2016 reisten 11 unserer Schüler*innen und unsere Absolventin, die Sopranistin Felicitas Breest nach Berlin, um bei der jährlichen Ulrich Wickert Preisverleihung von Plan International aufzutreten. Mit dabei waren außerdem unser Dozent Carsten von Stanislawski und der Pianist Enno Dugnus. Mit ihrem musikalischen Programm untermalte die Gruppe die Preisverleihung und gaben ihr so einen feierlichen Rahmen. Für unsere Schüler*innen war es eine Ehre, bei der Verleihung des Ulrich Wickert Preises von Plan International auftreten zu dürfen.

"Es war kraftvoll, unterhaltsam, mitreißend und musikalisch sowie optisch ein Genuss!"

Kerstin Straub - Plan International

2016 Plan International
2016 Plan International

THEATER-WORKSHOP MIT GEFLÜCHTETEN

Theater, Schauspiel, Bühne – das ist eine universelle Sprache, die überall verstanden wird und scheinbar Fremdes und Unterschiedliches zusammenbringt. Im April 2016 fand ein Theater-Workshop mit jugendlichen Geflüchteten aus der Unterkunft Sieversstücken statt. Dieses Projekt wurde vom Alumni Netzwerk der SfSH unter der Leitung von India Roth und Hauke Horeis durchgeführt. Das Anliegen des durch den Förderverein der Schule für Schauspiel Hamburg O33 e.V. geförderten Pilotprojekts war: Integration als kreativer und wechselseitiger Prozess der gegenseitigen Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion.

FLÜCHTLINGSPROJEKT IN ITZEHOE

Unsere Dozentin Regina Stötzel arbeitet im Regionalen Berufsbildungszentrum Itzehoe gemeinsam mit einigen Geflüchteten.

Schaut euch hier den Trailer zur letzendlichen Inszenierung dieses Projektes an:

Zum Video
2016 Flüchtlingsprojekt
2016 Flüchtlingsprojekt
2016 Flüchtlingsprojekt
2016 Flüchtlingsprojekt
2016 Flüchtlingsprojekt
2016 Flüchtlingsprojekt

2015

WEIHNACHTSZEIT IST VORLESEZEIT!

Das 3. Ausbildungsjahr freut sich gerade über den Unterricht mit Nina Petri im Fach "Lesen". Nina vermittelt den Schüler*innen, das klassische Vorlesen in eine lebendige Präsentation zu verwandeln. Aus den beschriebenen Figuren, Orte, Konflikte und Stimmungen werden durch die körperliche Sprache spielerisch intensiv erlebbare Bilder erschaffen. Die Schüler*innen haben viel Freude daran, denn gerade die Adventszeit bietet tolle Kurzgeschichten zum Üben. Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien werden diese schulintern präsentiert.

2015 Nina Petri
2015 Nina Petri
2015 Nina Petri
2015 Nina Petri
2015 Nina Petri

Die SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG in den Kammerspielen Hamburg, 16.02.2015 (1:26)

2015 Bühne Frei Thumbnail

2014

REGIE: JUSTUS BECKMANN / KAMERA: SVEN VOSS

Vielen Dank allen Leuten von der SCHULE FÜR SCHAUSPIEL HAMBURG, Abschlussklasse 2014: facebook.com/filmklasse

2014 Kids Plastique

WORKSHOP DER FILMKLASSE MIT HENNY REENTS

In der Woche vom 15. - 18.09.2014 hatte die Filmklasse einen weiteren Workshop mit Henny Reents. Sie arbeitete an einer komischen und einer dramatischen Szene, auf die sich mit der Meisner-Technik und Rollenanalyse vorbereitet wurde. Der Schwerpunkt dieser Woche lag darin, wie man seine/n Spielpartner*in fokussiert und sich voll auf diese/n konzentriert.

2014 Workshop Filmklasse Henny Reents
2014 Workshop Filmklasse Henny Reents
2014 Workshop Filmklasse Henny Reents
2014 Workshop Filmklasse Henny Reents

WORKSHOP DER FILMKLASSE MIT FRAUKE THIELECKE

In der Woche vom 01. - 05.09.2014 fand für die Filmklasse 2014 ein Workshop mit der Regisseurin Frauke Thielecke statt. Hier haben sich die Schüler*innen, die Ende des Monats ihren Abschluss machen, in unterschiedlichen Rollen, aber auch als Regisseur*innen ausprobieren dürfen.

2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke
2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke
2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke
2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke
2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke
2014 Workshop Filmklasse Frauke Thielecke

WIR SIND SEHNSUCHTSTRÄGER

Vom 06. bis 11. April 2014 erarbeitete Marie Bäumer mit den Schüler*innen der diesjährigen Filmabschlussklasse den schauspielerisch-technischen Umgang mit großen Gefühlen in existentiellen Situationen. Disziplin, Konzentration, Mut zur Konfrontation mit anderen und den eigenen Grenzen sowie Demut vor der Arbeit begleiteten das sechstägige Seminar.

Hamburger Abendblatt vom 22.04.2014: Kein Pippi-Theater!" Was man von Marie Bäumer lernen kann

2014 Sehnsuchtsträger
2014 Sehnsuchtsträger
2014 Sehnsuchtsträger
2014 Sehnsuchtsträger
2014 Sehnsuchtsträger
2014 Sehnsuchtsträger

2013

Gekürzte Fassung des ganzen Films (37:50)

2013 Stay Friends Thumbnail

DIE FILMWOCHE

Vom 19. bis 23. August 2013 fand die alljährliche Filmwoche statt. Wir hatten wieder einmal wunderbare Gäste, die mit unseren Schüler*innen ihre Erfahrungen im Film- und Fernsehgeschäft geteilt haben:
Zu unserer großen Freude konnten wir zum ersten Mal drei Absolventen der SFSH zur Podiumsdiskussion zum Thema Film und Fernsehen einladen: Neil Malik Abdullah, Patrick Abozen und Niklas Osterloh. Neil (Abschluss 2005) war zuletzt in dem Film „Kaddisch für einen Freund“ zu sehen, der in diesem Jahr mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Patrick (Abschluss 2009) befindet sich gerade u. a. in den Dreharbeiten für den neuen „Tatort“ in Bremen. Außerdem wird er ab Februar 2014 in dem Stück „Ziemlich beste Freunde“ in den Kammerspielen auf der Bühne stehen. Niklas (Abschluss 2009) hat gerade seine Dreharbeiten als „Robin“ in der Serie „Rote Rosen“ abgeschlossen. Diese drei Ehemaligen konnten den Schüler*innen wertvolle Ratschläge für ihre Zeit nach der Ausbildung mit auf den Weg geben und wurden unter großem Applaus verabschiedet.

Drei Tage lang begleitete der Regisseur Peter Wekwerth abwechselnd alle Klassen in ihrem Unterricht. Am Abend des 22. Augusts berichtete er außerdem vor der ganzen Schule von seiner Arbeit für die Fernsehserie „In aller Freundschaft“.

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